Berichte aus den Orten und Städten beim Aktionstag am 2.10.2014 (aktualisiert)

02. Oktober 2014-IMG_1472Bonn:

Bei strahlendem Sonnenschein mit Temperaturen um die 25 Grad fand zwischen 14.00 und 17.00 Uhr vor dem Bonner Jobcenter der Bonner Aktionstag „AufRECHT bestehen – Kein Sonderrecht im Jobcenter“ statt. Rund 50 Aktivisten hatten sich daran beteiligt. Der Geschäftsführer des Bonner Jobcenter versicherte, dass er die Charta der Selbstverständlichkeiten begrüßen würde. Bei Erwerbslosen viel die Kampagne auf ein positives Echo. Aber so ein Echo muss jetzt halt verstärkt werden, damit es zur Mobilisierung kommt

Vielleicht wollte sich das Bonner Jobcenter heute von seiner besten Seite zeigen und so waren der Bereichsleister für Leistungsangelegenheiten und der Pressesprecher zugegen. Die Leute, die heute Probleme hatten konnte somit zügig geholfen werden. Wäre das doch jeden Tag so. Aber nun muss die Kampagne weiter vorangetrieben werden und wir haben nur ein kleines Zeitfenster

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Wuppertal:
wir vom Tacheles haben unsere Beratung in die Fußgängerzone verlegt, es waren unser Team. ca. 10 – 12 Leute und noch ein paar Kollegen die von Auswärts gekommen sind. Super Wetter, hat ziemlich Spaß gemacht und mit dem Vorsatz das demnächst öfters mal zu machen, weil super PR Arbeit. .

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Hannover:

Hier ist die Zentrale und die Chefetage der 16 Regionsjobcenter der Region Hannover. Diese Akton wurde von Transition Town Hannover, Gruppe Solidarität veranstaltet. Die Kartonmauer wurde von uns „vorbeschriftet“, dann von den Jobcenterkunden weiter mit Schlagworten ihrer Sorgen beschrieben.

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Wedel

Am bundesweiten Aktionstag am 2. Oktober 2014 um 11:00 Uhr auf dem Rathausplatz Wedel beteiligten sich 15 Aktive.

Es wurde vor der Steinmauer am Rathausaufgang, die mit der Aufschrift:

Jobcenter Wedel versehen war, eine Mauer aus Umzugskartons aufgebaut, mit unseren Kritikpunkten und Forderungen. Ein Schlagbaum mit einem großen Plakat wies darauf hin, dass der rechtsstaatliche, soziale Sektor verlassen und der rechtsfreie Raum des Jobcenters betreten wird. Siehe beigefügtes Foto

AufRechbestehen021014

 

 

 

Frankfurt am Main

Ganz kurz und knapp zu AufRecht bestehen Rhein-Main:

–  wir waren im Frankfurter Haupt-Jobcenter Frankfurt-Sachsenhausen (mit Sitz der Jobcentergeschäftsleitung)

–  mit rund 50 AktistInnen aus sieben regionalen und lokalen Erwerbslosengruppen

–  brachten im großen Empfangsbereich riesiges Kampagneplakat (das böse !) und die Charta an

–  forderten Debatte mit Jobcentergeschäftsführung über Rechtsvereinfachungen, über Arbeitsweise
+ Funktion von Jobcentern  ->   ve r g e b e n s

–  was zu sehen bekam eine – fast schon obligatorische – Warteschlage Leistungsberechtigter und ihre
Begleiter (mehr als 20), die uns verstohlen aber auch offen zu verstehen gaben, dass wir mit
unserer Kritik am richtigen Platz seien:  In den ersten 10 Minuten reagierte der Sicherheitsdienst – als
wären wir ins Familienwohnzimmer eingedrungen.  Der Verlust der Sicherheitspersonal-Autorität –
weil wir uns weder wegschicken noch einschüchtern ließen – führte zu deutlich sichtbaren Streß des
männlichen Dienstes, wir entschieden daraufhin nach weiteren 20 Minuten das Jobcenter selbst
zu verlassen.

–  verteilten insgesamt (letzten 3 Wochen) 400 Stück unseres Aufrufs

–  hielten sieben Reden vor dem Jobcentereingang bis zur Schließung, ließen uns vom Hessenfernsehen
ablichten, statteten die drei Polizeibeamten mit Aufruf und Charta aus.
Ende = chillen bei Cola,  Döner und Tee.

HAMBURG

Mehr als 50 Teilnehmer auf Kundgebung vor dem Job Center Hamburg Altona
Im Rahmen einer bundesweiten Kampagne fand heute Vormittag vor Job Center Altona eine Kundgebung mit mit verschiedenen Redebeiträgen statt. Eine Kollegin aus einer Sozialberatungsstelle berichtete, auf einer Lautsprecheranlage, die uns freundlicherweise von den Montagsdemonstranten zur Verfügung gestellt wurde, von schikanösen Behandlungen von Betroffenen durch die Mitarbeiter  der Job Center. So werden zum Beispiel ausländische Kollegen, die nur sehr schlecht Deutsch sprechen, gleich wieder weggeschickt mit der Begründung: Bringen sie sich einen Dolmetscher mit ( obwohl das Job Center keinen Bezahlen will), oder Job Center Mitarbeiter würden wohl am liebsten, das Beraten, gleich verbieten mit der Begründung: Wenn die Beratung brauchen, sollen die sie doch gleich zum Job Center schicken. Vom ver.di Erwerbslosenausschuss folgte ein Beitrag zu den kommenden Rechtsverschärfungen im SGB II. Auch Inge Hannemann war anwesend und erzählte uns zur Situation in den Job Centern selbst. In einer Runde des “ open Mike“ konnte jeder der Anwesenden  seine Wünsche, Forderungen und Beschwerden vortragen, oder auf  einer bereitgestellten  Pinwand schriftlich vermerken. Außerdem wurde die“ Charta der Selbstverständlichkeiten“ dem Job Center an die Wand gehämmert. Im Laufe der Kundgebung wurde die Job Center Leitung aufgefordert, doch mal vor die Tür zu kommen um  Stellung zu nehmen, außerdem hätten wir ja  unsere Wünsche und Forderungen ja auch gerne der Leitung übergeben. Obwohl einzelne neugierige Mitarbeiter draußen waren, und interessiert zuschauten, weigerte sich die Leitung allerdings vor die Tür zu kommen, sodaß wir uns Spontan entschlossen, mit einer Delegation hinein zu gehen,  wobei das Sicherheitspersonal uns allerdings daran hindern wollte, in den es versuchte, die Tür zu versperren. Als wir allerdings nicht locker ließen, hat man drinnen  wohl die Polizei gerufen. Einigen Kollegen gelang es aber, sich an dem Sicherheitspersonal vorbei zu schieben, und unseren Forderungskatalog der Sachbearbeiterin am Empfangstresen auch dem Tisch zu legen. Eine Empfangsbestätigung gab es aber, wie  auf Hamburgs Job Center üblich, nicht. Kurz darauf erschien die Polizei weil einem Kollegen vom Sicherheitpersonal vorgeworfen wurde, er habe im Arbeitamt  fotografiert. Die Kundgebung wurde unterstützt, vom Erwerbslosenausschuß ver.di dem AK Erwerbslose der IGM, dem Netzwerk SGB II, Alerta, der Linken ,und anderen Erwerbsloseninis.
Fotos folgen.